Skoliose ist eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Rotation (Verdrehung) der Wirbel, welche nicht mehr durch Einsatz der Muskulatur aufgerichtet werden kann. Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen die sich kompensieren um das Körpergleichgewicht aufrecht zu erhalten (S-Form). Die Skoliose (altgriechisch: skolios „krumm“) wurde erstmals vom antiken griechischen Arzt Hippokrates beschrieben und behandelt.

Klassifizierung

Skoliose tritt oft während des Wachstumsschubs bei Jugendlichen auf und wird häufiger bei Frauen als bei Männern diagnostiziert. Etwa 3% der Bevölkerung sind in unterschiedlich starken Ausmaß betroffen.

Idiopathische Skoliose

In etwa 90 % aller Fälle ist die Ursache der Skoliose nicht bekannt (=idiopathisch). Nach dem Alter der Entstehung werden 3 Formen unterschieden:

  1. Infantile idiopathische Skoliose (IIS): Entstehung bis zum 3. Lebensjahr
  2. Juvenile idiopathische Skoliose (JIS): Entstehung zwischen 4. und 10. Lebensjahr
  3. Idiopathische Adoleszentenskoliose (AIS): Entstehung ab dem 11. Lebensjahr

Symptomatische Skoliose (= sekundäre Skoliose)

Sekundäre Skoliosen (etwa 10% der Fälle) können aufgrund von neuropathischen bzw. myopathischen Erkrankungen oder als Begleiterscheinung von degenerativen Erkrankungen wie Arthrose oder Osteoporose (Knochenschwund) entstehen.

Diese führen zu einer nicht mehr ausreichenden muskulären Unterstützung der Wirbelsäule, so dass die Wirbelsäule in abnormale Richtungen gezogen wird.

Schmerzen & Verletzungen